Henry Rox

Die fotografische Bildwelt von Henry Rox (1899-1967) ist eine verrückte Revue mit hintergründigem Witz und launigem Charme. Sie spielt mit Verkleiden und Parodieren und lebt von einfachen wie gleichermaßen phantasievollen Arrangements und Inszenierungen, in denen er unterschiedlichste Rollen mit diversen Früchten und Gemüsen als Hauptdarsteller besetzt. Ein Obst-Stillleben nach alter flämischer Art ist das nicht. Die Früchte sind keine Stellvertreter einer bestimmten Aussage, aber sie sind ausgesucht nach Form und Größe und ergeben in ihrem Arrangement diese allzu normale Szene. Es ist etwas Verspieltes im Bild, in der Art des Aufbaus, in der ganzen Fotoarbeit. Die „Photo-Sculptures“ von Henry Rox sind eine kraftvolle Verlebendigung von Früchte-Szenarien. Man spürt in den Bildern eine nahezu kindliche Lust an der überraschenden Transformation, wenn beispielsweise aus einem Apfel mit wenigen Handgriffen ein menschlicher Kopf wird. Er kreiert eine Parallelwelt, die zugleich realistisch und fiktional ist, zugleich wiedererkennbar und Illusion – denn hier lebt und spricht der Apfel, die Banane ist in Bewegung und der Lauch singt.
(Pressetext)


Stacks Image 96

Henry Rox Revue
Wolfgang Vollmer
Hardcover, 34 Seiten, Beiheft, 28 Seiten, je 24 x 18 cm
fotohof edition, 2020
ISBN 978-3-902993-97-7

Ausstellungen:

Fotohof Salzburg, 2020



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